© Tourismusverband Havelland e.V.

Ein Ausflug ins Havelland

Es gibt viele lohnenswerte Ausflugsziele für eine Tagestour ins Havelland

Ribbeck im Havelland

und das Gedicht Theodor Fontanes

Das ehemalige Rittergut derer von Ribbeck hat bis heute nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Überall findet man die Birne. Ob im Schloss Ribbeck mit seinem Fontane-Museum sowie seiner exklusiven Küche und dem »Deutschen Birnengarten«, die Kirche, in der man den Stumpf des besagten Birnbaums findet oder das Alte Waschhaus mit seinen einzigartigen Tortenkreationen – rund um den Dorfkern lebt man die Geschichte.

Ein Spaziergang durch das Dorf lohnt sich! Einen unterhaltsamen Rundgang erlebt man bei der Szenischen Führung. Hier wird mit erfrischendem Humor die Vergangenheit belebt. Interessantes und skurriles erfährt man auf einer Runde durch das Dorf mit dem Schulleiter der Alten Schule Ribbecks.

Hier und da gibt es eine Lesung, Puppenspiele – nicht nur für Kinder –, Klassik oder Jazz, Theater und Kunst oder man entdeckt den »Herrn von Ribbeck« mit den Taschen voller Birnen.

Schloss Ribbeck

Ribbeck (14641)

© Tourismusverband Havelland e.V., Lizenz: Tourismusverband Havelland e.V.

Fontane-Museum im Schloss Ribbeck

Ribbeck (14641)

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Kirche Ribbeck

Ribbeck (14641)

© TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann, Lizenz: TMB

Alte Schule Ribbeck

Ribbeck (14641)

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Szenische Führung durch Ribbeck

Ribbeck (14641)

© Tourismusverband Havelland e.V.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Theodor Fontane (1889)

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl, Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher, So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit, Wieder lachten die Birnen weit und breit,
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab. Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus, Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner, mit Feiergesicht, Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer, »He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht, Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht,
Der neue freilich, der knausert und spart, Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt,
Aber der alte, vorahnend schon Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat, Als um eine Birn ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr, aus dem stillen Haus, Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab, Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit Leuchtet's wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung übern Kirchhof her, So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick gew di 'ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Gedicht

gelesen von Friedrich von Ribbeck

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